31. Januar 2017

Christoph Marzi: 5 Tage im April


5 Tage im April
Christoph Marzi

Arena 
328 Seiten

Als Jack sich - mit einem rätselhaften Brief in der Tasche - auf den Weg nach Seals Head Harbor macht, ahnt er noch nicht, welches dunkle Geheimnis ihn dort erwartet. Schnell begreift Jack, dass er in dem kleinen Küstenort kein Fremder ist. Auf mysteriöse Weise scheint seine eigene Vergangenheit mit der Legende des Ortes verbunden zu sein. Nach einer Reihe merkwürdiger Ereignisse will Jack bereits die Flucht ergreifen. Da taucht plötzlich Sadie auf, das Mädchen mit den meerblauen Augen. Sie ist die Einzige, die ihm bei der Suche nach Antworten helfen kann. Mit Sadie verbringt Jack fünf Tage, die sein Leben für immer verändern.

Meinung 

Jack Fallon weiß nicht viel von seiner eigenen Vergangenheit und Familie. Seine Mutter Mary schweigt sich über das Thema beharrlich aus. Jack weiß weder, woher seine Mutter stammt, noch wer sein Vater ist, noch wer seine Großeltern waren. Als seine Mutter einen schweren Unfall erleidet, bleiben die Fragen für immer ungestellt und die Antworten erscheinen ungreifbar. Jack findet jedoch einen Brief auf dem Schreibtisch seiner Mutter, welcher ihn nach Seals Head Harbor zu einem gewissen John Gilbert führt. Als Jack in Seals Head ankommt, erwarten ihn jedoch nur weitere Geheimnisse. Schlimmer noch: Feinde und Intrigen. Denn einige Bewohner des idyllischen Küstenorts scheinen es auf ihn abgesehen zu haben und wollen ihn schnellstmöglich vertrieben. Zurück nach Boston, wo er keinen Schaden anrichten und die Vergangenheit nicht aufwühlen kann.

Christoph Marzi gehört wohl zu den Autoren, die ich liebe und doch immer wieder vergesse - irgendwie. Alle paar Monate lese ich zufällig eines seiner Bücher und denke mir: Bei Gott, warum hast du denn nur noch nicht alle gelesen? Bisher waren es eher Fantasy-Romane die ich von ihm kannte. Mit 5 Tage im April behandelt der Autor ein sehr trauriges, sehr nachdenkliches Thema und eine gewisse Melancholie schwingt immer mit. Vom Happy Ending wohl auch keine Spur. Trotzdem eine rührende und zutiefst schöne Geschichte rund um Vergangenheit, Familie, Wahrheit, Lüge, Trug und Liebe. Und das alles begleitet vom Rauschen des Meeres.

1 Kommentar:

  1. Oh man Lisa, ich habe das Buch diese Woche zu Ende gelesen und gerade eine Rezi geschrieben. Nun habe ich Deine entdeckt und wollte sie bei meiner Verlinken. Nur kann ich meine jetzt erst nochmal umschreiben, teilweise habe ich sogar die gleichen Formulierungen wie Du ;)

    Beispielsweise habe ich das Buch beendet und dachte, es war ein großer Fehler, dass es so lange auf meinem SuB lag.

    :)

    LG
    Daggi

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